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Zur Geschichte der Synagoge



Kurz nach der Aufnahme im alten Schloss, das seitdem "Judenschlößle" genannt wird, werden die jüdischen Familien einen Betsaal eingerichtet haben. Eine erste Synagoge wurde vermutlich im heutigen Synagogenhof erbaut. Im Jahre 1770 wurde eine neue Synagoge gebaut, ganz im klassizistischen Baustil, der geringfügig durch mehrfache Renovierungen verändert wurde. 1926 wurde das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt Im Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge demoliert, die Kultgegenstände wurden auf dem nahegelegenen Sportplatz verbrannt. 1943 erwarb die Ortsgemeinde das Gebäude. Sie wollte es als Turnhalle oder Lagerhaus benützen. 1949 wurde es an die jüdische Gemeinde in Stuttgart zurückgegeben, 1954 erneut von der Gemeinde Freudental erworben, die es 1955 an einen Handwerksbetrieb veräußerte. Dieser machte es durch etliche entstehende Umbauten für seine Zwecke nutzbar. Wegen des zunehmenden Verfalls war der Abbruch durch einen Beschluss des Freudentaler Gemeinderats 1979 kaum noch aufzuhalten.

Synagoge vor dem Umbau Einige interessierte und engagierte Bürger aus Löchgau, Freudental und Umgebung schlossen sich 1980 zu einem "Förder- und Trägerverein" zusammen, der das Ziel hatte, die ehemalige Synagoge zu erhalten, und einer sinnvollen Bestimmung zuzuführen. Der Landkreis Ludwigsburg sowie viele namhafte Persönlichkeiten unterstützten die Bemühungen des Vereins. Der Verleger Heinz M. Bleicher, Stadtrat in Gerlingen, Vorstandssprecher der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Stuttgart, übernahm den Vorsitz des Vereins, der das Gebäude vom Besitzer erwerben konnte. Erste Planungen zur Restaurierung, vor allem des schwer beschädigten Dachstuhls, wurden eingeleitet und in einem schlüssigen Konzept dem Landesdenkmalamt gegenüber vertreten. In 4-jähriger intensiver Bautätigkeit wurde das Ensemble (Synagoge mit Frauenempore, Renaissanceturm, Nebengebäude und Gewölbekeller) für eine neue Nutzung denkmalgerecht renoviert.







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