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Veranstaltungen im: SEP    OKT   NOV   DEZ 

 

 

ICH FLOH DEN BACH ENTLANG
BEIM GLOCKENKLANG –
O DU, MEIN KLEINES DORF.

Julius Marx

“Der Pogrom markierte die Wende." Der prägnante Satz, mit dem der Antisemitismusforscher Wolfgang Benz die “Reichskristallnacht” als Scheitelpunkt auf dem Weg von der Diskriminierung und Entrechtung zur systematischen Verfolgung und millionenfachen Ermordung der europäischen Juden kennzeichnet – am Beispiel Freudentals ist er nachzuvollziehen.
Deshalb steht das Gedenken an die organisierten Pogrome des Novembers 1938 im Mittelpunkt unseres Herbstprogramms − mit Musik und Rezitationen zeitgenössischer Texte am 11. November sowie einer Fotoausstellung ab 9. Dezember. Sie zeigt erstmals Fotos aus dem jüdischen Freudental im Sommer 1938 – dem letzten, in dem sich Juden in ihrem “kleinen Dorf" noch heimisch glauben konnten.

 


 

UNGARISCHE FOLK-MUSIK
MIT JÓZSEF TERÉK UND FREUNDEN

 So 04.11.2018 > 18:00 Uhr > Konzert > € 15 

UNGARISCHE MUSIK AUS MEHREREN JAHRHUNDERTEN IN DER EHEMALIGEN SYNAGOGE FREUDENTAL

Mit dem äußerlich der Klarinette ähnlichen traditionellen ”Tárogató“ spielt József Terék alte ungarische Weisen; begleitet von Viola, Kontrabass und einem Zymbal (Hackbrett). Neben klassischen, teils fast vergessenen Melodien aus dem kulturellen Erbe Ungarns und Rumäniens im 16. und 17. Jahrhundert spielt die Band auch moderne Stücke und Eigenkompositionen in diesem besonderen Arrangement.

LASSEN SIE SICH BERÜHREN VON EINEM AUSSERGEWÖHNLICHEN KLANG!

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WENN DIE LICHTER AUSGEHEN

 So 11.11.2018 > 18:00 Uhr > Musik & Rezitation > € 15 

ELENA DENISOVA, Violine
PETER GORGES, Rezitation
ELENA KONSON, Textauswahl

Eine Inszenierung für Sprecher und Violine nach Werken von Erika Mann, Else Lasker-Schüler, Ingeborg Bachmann, Hilde Domin, Ilse Weber, Nelly Sachs und anderer Autorinnen sowie nach der Musik von Vladimir Romanov.

© Fotos: ​Philipp Kerber // Jan Potente 

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FÜR DAS ENDE DER ZEIT

 So 25.11.2018 > 18:00 Uhr > Kunstfilm > € 10 

ESTHER GLÜCK, Filmemacherin

Das Projekt ”Für das Ende der Zeit“ entstand Anfang 2012. Zwei Musikerinnen und Esther Glück entwickelten gemeinsam die Idee, Musik und Bildende Kunst mittels eines Konzerts mit Film zu verbinden – zur Erinnerung an die Toten der Konzentrationslager.
Anfang 1941 hatte der Franzose Olivier Messiaen als Insasse des in Görlitz-Moys gelegenen deutschen Kriegsgefangenenlagers das Stück ”Quatuor pour la fin du temps“ komponiert.
Aus acht Sätzen dieses musikalischen Werkes und Tausenden von Zeichnungen entstand Esther Glücks Film. Zeigen soll er, dass Menschlichkeit, Mitgefühl und Kreativität zu unantastbaren Bereichen werden und eine Möglichkeit des Widerstands in menschenverachtenden Systemen sein können.

Die Filmemacherin ist anwesend und bringt Zeit mit für ein anschließendes Gespräch.

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MULTI ART
DAS BESONDERE KLEINKUNSTPROGRAMM

 Fr 07.12.2018 > 20:00 Uhr > Kleinkunst > € 25* 

Alex Bopp, Jonglage
Ruben Franz, Poetryslam
Hannah Biermann und Roger Schütz, Gitarre

MULTI ART vereint an einem Abend Künstler aus unterschiedlichsten Genres zu einem bunten Potpourri: Freuen Sie sich auf ein abwechslungsreiches Programm mit leidenschaftlicher lateinamerikanischer Gitarrenmusik des Duos Dosonidos, sprachspielend-tiefgründigen Poetryslam-Texten und einer energiegeladenen bunten Jonglage-Show.
In entspannter Atmosphäre bei Imbiss und Getränken bietet sich die Möglichkeit zu netten Begegnungen und anregenden Gesprächen.

*inkl. Imbiss (alkoholische Getränke gehen extra)

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DER LETZTE SOMMER - THE LAST SUMMER

 So 09.12.2018 > 11:30 > Vernissage > Eintritt frei 

Toby Sonneman und Steffen Pross, Einleitung
Aviva Steigmeyer, Gitarre • Roy Pilgrim, Geige

Im Sommer 1938 reist der Mannheimer Fotolaborant Erich Sonnemann nach Freudental, um Verwandte zu besuchen. Der junge Zionist hat seine Kamera im Gepäck, denn er weiß: Er steht vor der Emigration, es wird wohl sein letzter Sommer in Freudental sein. Was er nicht ahnen kann – auch für die Freudentaler Juden wird es der letzte Sommer sein, in dem sie das Dorf als ihr Zuhause empfinden können. Die Verbrechen des Novembers 1938 erweisen ihre Heimatgefühle als Illusion.
Erich Sonnemanns Fotografien lassen eine vergangene Welt lebendig werden – in Porträts Jüdischer Freudentaler und Szenen einer kleinbäuerlichen Landwirtschaft vor der Motorisierung. Seine Tochter Toby Sonneman hat sie im Herbst 2017 wiederentdeckt – bei der Vorbereitung einer Reise nach Freudental.

Mit Buchpräsentation zur Ausstellung im Rahmen der Freudentaler Blätter.

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IZABELLA EFFENBERG TRIO

 So 24.02.2019 > 18:00 Uhr > Konzert > €15  

IZABELLA Effenberg, Vibrafon, Crotales, Hapy
JOCHEN PFISTER, Klavier
PAWEL CZUBATKA, Schlagzeug, Marimbola

Izabella Effenberg ist eine der wenigen Frauen die improvisierte Musik auf dem Vibrafon spielen. Die Musik des Trios schöpft aus Jazz, Klassik und zeitgenössischer Musik, geht aber auch neue Wege.
Arrangierte Passagen und Improvisationen fließen ineinander und erlauben den kreativen Austausch dreier außergewöhnlicher Musiker.
Außer den originalen Tönen der Instrumente werden auch Klangeffekte durch ein präpariertes Klavier, Trommeln, Marimbola, Crotales, Hapy, Weingläser und sogar Plastiktüten erzeugt.

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Jederzeit können Sie einen Termin für Vortrag & Führung oder den Literarischen Weg – einen Spaziergang durch das ehemalige Judendorf Freudental – vereinbaren.

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