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Veranstaltungen im: OKT   NOV   DEZ

 

DAUERHAFTER FRIEDEN BERUHT AUF WECHSELSEITIGER ACHTUNG

Dalai Lama (* 1935)

In diesem Sinne dürfen Sie sich auch mit diesem Veranstaltungsprogramm auf vielfältige Begegnungen freuen mit Menschen unterschiedlicher Kultur, Religion und Lebenswege sowie auf inspirierende Künstler und deren Darbietungen.

Das Pädagogisch-Kulturelle Centrum Ehemalige Synagoge Freudental ist Ort der Begegnung, des Gedenkens und der Erinnerung sowie des Lernens.

Wir freuen uns, Sie im Rahmen der kulturellen Veranstaltungen im PKC Ehemalige Synagoge
Freudental begrüßen zu dürfen!



DIE SCHÄNDUNG DES JÜDISCHEN FRIEDHOFS 2007 IST MAHNUNG UND AUFTRAG EINZUSTEHEN GEGEN ANTISEMITISMUS, RASSISMUS UND JEDE FORM VON EXTREMISMUS

Als Beith Olam - Haus der Ewigkeit - wird der Jüdische Friedhof bezeichnet, was auf grundlegende Werte des Judentums verweist: die Ehrung der Toten und die Unantastbarkeit der Totenruhe. Die Schändung des Jüdischen Friedhofes ist auch ein Angriff auf die Erinnerungskultur.

Erinnern und Gedenken sind auch in der Kooperation mit den Partnern im Oberen Galiläa / Israel wichtige Aspekte. Wie vor 10 Jahren sind zu den Veranstaltungen am ersten Wochenende im Oktober aus der Partnerregion des Landkreis Ludwigsburg Gäste eingeladen.

Fotografien des Jüdischen Friedhofs von MANFRED SIMONS zeigt eine Ausstellung in der ehemaligen Synagoge. Schwarz-Weiß fotografiert spiegeln diese in ihrer ästhetischen Reduktion und Akzentuierung die Erinnerung an jüdisches Leben in Treue zur jüdischen Religion, Kultur und Tradition. Fotos, die F. EUGEN SCHAFFLAND nach der Schändung 2007 gemacht hat, bezeugen die Ikonographie dieser auch nach 10 Jahren noch erschütternden Tat.


STERBEN UND BEGRÄBNIS IM JUDENTUM

 01.10.2017 > 15:00 Uhr > Vortrag > € 10 

BARBARA TRAUB, Vorstandsvorsitzende der IRGW

Mit der Vertreibung aus dem ‚Gan Eden‚, dem Paradies, wurde das Leben endlich: "Denn Staub bist du und zum Staube zurückkehrst du.“ (Genesis 3, 19)
Das Judentum hat im Laufe der Zeit eine Vielfalt an Traditionen im Umgang mit dem Tod entwickelt. Eine besondere Mizwa, eine g''ttgefällige Tat und Pflicht, ist es, dem Sterbenden zur Seite zu stehen, bis die Seele zurückkehrt zum Ewigen. Auch nach dem Tod wird er bis zur Bestattung nicht allein gelassen und die Gemeinde gibt dem Toten die letzte Ehre.
Barbara Traub ist Psychotherapeutin und Psychoonkologin, Vorstandsvorsitzende der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg (IRGW) und Mitglied im Präsidium des Zentralrats der Juden in Deutschland.

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Friedhofsführung und Zeitzeugengespräch
INSZENIERTER ANTISEMITISMUS

 03.10. > 11:30 Uhr > Vortrag > Spende erwünscht 

STEFFEN PROSS, Historiker und Autor

Entdeckt wurde die Schändung des Jüdischen Friedhofes im Oktober 2007 von Steffen Pross im Rahmen seiner Recherchen zum "Freudentaler Adressbuch 1935“. Er hat die fotografische Dokumentation veranlasst und sich intensiv mit der
Ikonographie dieser Tat befasst.

Sein Bericht über das Erlebte erfolgt anhand des unmittelbar aufgenommenen Bildmaterials sowie bei der Führung auf dem Jüdischen Friedhof. Außerdem versucht er die aktuelle Einschätzung der politischen Dimension der Ereignisse.

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Grafik-Atelier
ICH WEBE EUCH EIN LEICHENTUCH 

 03.10.2017 > 11:30 - 18:00 Uhr > Workshop > € 35* 

MELISSA SCHLECHT, Kunsthistorikerin

Im Judentum braucht es keinen prunkvollen Sarg. Ein Leichentuch gibt den Toten in die Erde. Doch die Ermordeten in den Vernichtungslagern wurden auch dieser letzten Würde beraubt. Für die Holocaust-Überlebende Rosemarie Kozcy (1939 - 2007) war jeder Strich ihres Stiftes ein Faden in dem Gewebe, das sie zum Gedächtnis wirkte.

Ausgehend von den Eindrücken der Friedhofsführung
sowie anhand von Originalwerken aus der Sammlung Zander in Bönnigheim, erarbeiten sich die Teilnehmenden mit grafischen Mitteln einen eigenen Zugang.

Die entstandenen Bilder werden abschließend präsentiert.

In Kooperation mit der Sammlung Zander, Schloss Bönnigheim

* inkl. Tagesverpflegung • € 10 für Jugendliche

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ERINNERN UND GEDENKEN GEMEINSAM MIT NACHFAHREN

Auf Initiative des Arbeitskreises „Erinnern und Gedenken in Freudental“, in dem auch das PKC Ehemalige Synagoge Freudental, wie auch Steffen Pross engagiert sind, hat die Gemeinde Freudental Nachfahren der jüdischen Familien eingeladen.

Der insgesamt 4-tägige Besuch bietet vielfältige Anlässe für Begegnung und Gespräch.

Anlass und Höhepunkt der Einladung ist am Sonntag, 29. Oktober um 14 Uhr die feierliche Eröffnung des Gartens der Erinnerung.

Dieser soll erinnern an die 200 Jahre, in denen Juden ebenso zu Freudental gehörten wie Christen. Gemeinsam waren die Bauerngärten und Obstwiesen, denen Alle Freude und Früchte verdankten und die unsere Landschaft prägen.

Im Rahmen der Eröffnung erfolgen Baumpflanzungen, die die Gartenanlage – symbolisch auch die Begegnung und die Partnerschaft - zum Wachsen und Blühen bringen lassen.


 VIERTE DIMENSION

 26.10.2017 > 19:00 Uhr > Ausstellungseröffnung 

EVELYN SPATZ, Malerin

Einführung: Prof. Karl-Henning Seemann, Bildhauer
Musikalische Umrahmung: Prof. Norbert Kaiser (Klarinette), Katrin Randecker (Klavier), Burkhart Zeh (Viola)

In ihrer Malerei geht Evelyn Spatz der Frage nach, wie die Zeitdimensionen ineinandergreifen und den Menschen prägen. Ihre eigene Vergangenheit beginnt in Freudental, von wo die Ur-Großmutter 1938 vor den Übergriffen der Nazis floh. Geboren und aufgewachsen ist sie in Guatemala, heute lebt sie in Los Angeles , Kalifornien.
Mit der Ausstellung VIERTE DIMENSION bringt Evelyn Spatz ein gegenwärtiges Stück Vergangenheit für die Zukunft nach Freudental.
Musikalisch umrahmt wird die Ausstellungseröffnung mit dem Programm "Neue Bahnen: Musik von Schumann, Brahms und Reinecke“.

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 GÄRTEN DER WISSENSCHAFT
AN LUTHERS GEBURTSTAG
BRANNTEN DIE SYNAGOGEN

 05.11.2017 > 15:00 Uhr > Vortrag > € 10 

SYBILLE BIERMANN-RAU, Pfarrerin & Buchautorin, Tübingen

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Luther und den Synagogenbränden vom November 1938? Und: Wie konnte die Zerstörung jüdischen Lebens während des Nationalsozialismus inmitten eines Volkes geschehen, das sich zum Christentum bekennt?
Theologin Sibylle Biermann-Rau untersucht die judenfeindliche Tradition, die auch durch Martin Luther
genährt wurde und auf die sich nationalsozialistische Propaganda berufen konnte. Dabei setzt sie sich auch kritisch mit der Rezeption der Judenfeindschaft innerhalb der evangelischen Kirche nach 1945 auseinander. Mit ihrem Buch stellte sie 2012 an die Kirche die Anfrage, sich ausdrücklich vom Antijudaismus Luthers zu distanzieren.
Anschließend besteht die Möglichkeit für Fragen und
Diskussion.

zum Gedenken an das Novemberpogrom

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 WILHELMINE VON GRÄVENITZ
FRAU AUF FREUDENTAL

 26.11.2017 > 14:00 Uhr > Literarischer Weg > € 10 

RUDOLF GUCKELSBERGER, Sprecher

Christina Wilhelmina, Reichsgräfin von Würben und Freudental, regierende Gräfin zu Welzheim und Gochsheim, Frau auf Freudental und Neckar-Boyhingen, geb. Gräfin von Grävenitz war der volle Titel, den die Frau, die heute als "die Grävenitz“ bekannt ist, seit dem Erwerb des Rittersitzes Freudental im Jahr 1727 führte.
Nur vier Jahre war sie Frau auf Freudental. Doch ihr Wirken prägt den Ort bis heute. Mit dem Bau des Schlosses, vor allem durch den Erlass eines neuen Judenediktes.
Bei diesem kurzen Spaziergang durch den Ort, der auch ins Grävenitzsche Schloss führt, wird die Zeit von Wilhelmine anhand eindrucksvoll vorgetragener literarischer Texte lebendig.
Bei Hefezopf, Kaffee und Getränken bietet sich anschließend Gelegenheit zum Gespräch.

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CANTO
KAMMERJAZZ KOLLEKTIV

 26.11.2017 > 18:00 Uhr > Konzert > € 15 

EHELOISE LEFEBVRE, Violine
SUSANNE PAUL, Violoncello
SEBASTIAN PESZKO, Bratsche
DANIEL STAWINSKI, Klavier


Jazz-Kompositionen im klassischen Klanggewand, Bachsche Polyphonie und afro-kubanische Synkopen, offene Improvisation und komplexe Arrangements: in der Musik des Quartetts werden Anklänge an verschiedenste Einflüsse zwischen Süd- und Nordamerika sowie Europa hörbar. Dabei wird der ganze Klangreichtum der verschiedenen Saiten-Instrumente erkundet. Als Gesang, als Perkussion, als Solist, als Orchester erklingen Geige, Bratsche, Cello und Klavier.
Die aufregenden Kompositionen zum Programm CANTO stammen von Daniel Stawinski, der sich auf Georg Friedrich Händel in der Ahnenlinie berufen kann. Alle Musiker haben ein klassisches Musikstudium absolviert und
wirken in vielfältigen Projekten und renommierten
Orchestern mit.

3 strings and a piano between Classical Music, Jazz and Latin America

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MULTI ART
Das besondere Kleinkunstprogramm

 08.12.2017 > 20:00 Uhr > Kleinkunst > € 25* 

FABIAN FRIEDL, Moderation
DIRK BASTIAN, Akrobatik und Jonglage
CORDULA SAUTER, Akkordeon

MULTI ART vereint an einem Abend Künstler der Region aus unterschiedlichsten Genres zu einem bunten Potpourri. Freuen Sie sich auf ein abwechslungsreiches Programm mit wehmütiger, leidenschaftlicher, aber auch mitreißend vitaler Akkordeonmusik und geistreicher, charmanter Unterhaltung, gemixt mit atemberaubender Jonglage und Artistik.

In entspannter Atmosphäre bei Imbiss und Getränken bietet sich die Möglichkeit zu netten Begegnungen und anregenden Gesprächen.

* inkl. Imbiss (alkoholische Getränke gehen extra)

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 Vorankündigung zum Programm 1/2018

ARGUMENTATIONSTRAINING
KOMPETENT GEGEN RECHTE SPRÜCHE

 17.02.2018 > 09:30 - 17:30 Uhr > Workshop > € 35* 

Politische Erklärungen und populistische Sprüche wie menschenverachtende Vorurteile rufen häufig Ärger, aber auch Sprachlosigkeit hervor. Dieser Workshop vermittelt Strategien für zivilcouragiertes Verhalten. Er bietet Raum, in spielerischen Modellsituationen die eigene Reaktions- und Argumentationsfähigkeit zu üben und auszubauen. Dazu werden die Parolen auf ihre emotionale Basis, ihre Wirkung und ihre inhaltliche Bezugnahme überprüft und Gegenstrategien erprobt. Daneben werden aber auch die Grenzen der Wirkungsmöglichkeit eines kommunikativen Engagements aufgezeigt.

In Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg

max. 20 Teilnehmende

* inkl. Tagesverpflegung • € 10 für Jugendliche

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Jederzeit können Sie einen Termin für Vortrag & Führung oder den Literarischen Weg – einen Spaziergang durch das ehemalige Judendorf Freudental – vereinbaren.

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